Donnerstag, 9. September 2010

Bin ich eigentlich Truman in einer Show?

So! Bin ich hier im falschen Film oder wie jetzt? Kleines witziges Beispiel von Herrn G. aus D. an der E.: Nachdem man sich sportlich mit dem Volleyball betätigt hatte, wollte man noch ein Alkoholisches Getränk zu sich nehmen und mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln durch Dresden fahren. Hört sich ja alles ganz einfach an. Ist es aber nicht! Kaum hatte man seine Hopfenbrause geöffnet war man auch schon an der Haltestelle. Da der Bus laut Fahrplan schon drei Minuten weg gewesen sein soll, wollte man sich noch dem Tabakgenuss hingeben. Logisch, das Feuerzeug noch nicht wieder in der Hosentasche verstaut, kommt doch nicht tatsächlich das Gefährt des Öffentlichen Personennahverkehrs. Also, das Genussmittel in den dafür vorgesehenen, aber nicht vorhandenen, Behältnis entsorgt, die Strasse hat Abhilfe geschafft, rein in den Bus und ab ging die wilde Fahrt. Wild trifft es so ziemlich genau. Der Personentransporteur hatte es anscheinend ziemlich eilig oder hatte einfach nur schlechte Laune, weil er gerade seine Nachtschicht angefangen hat. Hingesetzt, Rucksack hingelegt und dann fuhr der Busser an. Bier umgekippt, alles nass, Boden klebt, Bier fast alle. Am Zielort angekommen musste Herr G. feststellen, dass seine Strassenbahn verspätet kommt. Aufgrund einer Verkehrsstörung! Sinnlos! Alternativroute führte auch in meine Richtung. Also die Strassenbahn erklommen und noch gesehen, wie die verspätete Bahn vorbeifuhr. Am Platz angekommen, zum Dönermann des Vertrauens, Efes geholt und festgestellt, dass die Bahn von Herr G. erst in 23 Minuten fährt. Macht nix, wir hatten Bier und genug zu Quatschen. Als Herr G an seinem Zielort angekommen war, wollte er noch Tabakwaren erwerben und ging zu einem Automaten. Dieser verschluckte seine fünf Euro und er musste zum nächsten Automaten gehen. Also hat er für günstige zehn Euro eine Schachtel Zigaretten erhalten.
die Treppe nach draussen?

Dies bewegte mich zu der Frage, ob nicht doch überall Kameras versteckt sind, die uns die ganze Zeit beobachten, alles aufzeichnen und das ganze Material dann in einer Show zusammen geschnitten wird. Was wäre denn, wenn alle die man kennt bezahlte Schauspieler wären, die versuchen, dass wir nicht aus unserer Umgebung abhauen. Gibt es denn irgendwo am Rande unserer Umgebung (oder unserer Gesellschaft) eine Treppe, die wir einfach hinaufsteigen und dann raus gehen können. Doch wohin würde sie uns denn führen? In irgendwas Unbekanntes vielleicht? Wollen wir das denn überhaupt? Wollen wir aus unserer gewohnten, bekannten Umgebung raus um irgendwo zu landen, wo wir uns nicht auskennen und nicht wissen, was da "draussen" auf uns zukommt? Oder ist das ganze Leben eine Treppe und jeder Lebensabschnitt nur eine Stufe? Wäre doch sinnlos, wenn wir am Ende feststellen, dass wir jede Stufe gemeistert haben nur um dann doch dazustehen und festzustellen, dass die Tür fehlt. Macht alles aber nix, solange man sich in seiner eigenen kleinen Welt wohl fühlt und mit dem zufrieden ist was man hat. Was ist jetzt also besser? Nicht Nachdenken und in den Tag hineinleben (als Musiktipp: Rev Theory - Hell Yeah)? Oder doch mal Gedanken machen (Morning Runner - Burning benches) und am Ende doch mit nichts als purer Verwirrtheit dastehen? Wie dem auch immer. Ich hoffe ich konnte mal etwas die grauen Zellen beanspruchen und verbleibe mit einem Zitat aus dem Film "die Truman Show": "und für den Fall, dass wir uns nicht mehr sehen, Guten Tag, Guten Abend und Gute Nacht"

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